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<title>Merowinger</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Merowinger</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Die <b>Merowinger</b> (selten <i>Merovinger</i>) waren das älteste Königsgeschlecht der <a href="Franken_(Volk)" title="Franken (Volk)">Franken</a> von Mitte des 5. Jahrhunderts bis 751. Sie wurden vom Geschlecht der <a href="Karolinger" title="Karolinger">Karolinger</a> abgelöst. Nach ihnen wird die historische Epoche des Übergangs von der <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">Spätantike</a> zum <a href="Fr%C3%BChmittelalter" title="Frühmittelalter">Frühmittelalter</a> im <a href="Gallien" title="Gallien">gallisch</a>-<a href="Germanen" title="Germanen">germanischen</a> Raum <a href="Merowingerzeit" title="Merowingerzeit">Merowingerzeit</a> genannt.
</p><p>Der fränkische <a href="Kleink%C3%B6nig" title="Kleinkönig">Kleinkönig</a> <a href="Childerich_I." title="Childerich I.">Childerich I.</a> schuf die Grundlage, auf der sein Sohn und Nachfolger <a href="Chlodwig_I." title="Chlodwig I.">Chlodwig I.</a> die erfolgreichste post-römische Reichsbildung im Westen betreiben konnte. Chlodwig gelang die Eroberung ganz Galliens, sein Übertritt zum katholischen <a href="Christentum" title="Christentum">Christentum</a> vermied Konflikte, wie sie in den meisten anderen germanisch-romanischen Reichen der <a href="V%C3%B6lkerwanderung" title="Völkerwanderung">Völkerwanderungszeit</a> zwischen den neuen germanischen Herren (die oft dem <a href="Arianismus" title="Arianismus">Arianismus</a> anhingen) und der romanischen Mehrheitsbevölkerung üblich waren. Gleichzeitig bezogen die Merowinger die <a href="Gallor%C3%B6mischer_Senatsadel" title="Gallorömischer Senatsadel">gallorömische Elite</a> in ihre Herrschaft mit ein, die bis ins frühe 7. Jahrhundert noch relativ stark an spätantiken Mustern orientiert war. In der Folgezeit verfielen jedoch die entsprechenden Verwaltungsinstitutionen, ebenso sank das kulturelle Niveau. Es entwickelten sich aber auch neue Strukturen, die wegweisend für die nachfolgende Zeit waren, womit die Merowingerzeit eine entscheidende Rolle bei der Transformation West- und Mitteleuropas ins <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> spielte.
</p><p>Unter Chlodwigs Nachfolgern kam es immer wieder zu Machtkämpfen, was die zentrale Königsgewalt empfindlich schwächte und es den adeligen <a href="Gro%C3%9Fe" title="Große">Großen</a> ermöglichte, eigene Ziele zu verfolgen. Im 7. Jahrhundert nahm so der Einfluss der <a href="Hausmeier" title="Hausmeier">Hausmeier</a> derart zu, dass die letzten merowingischen Könige nur noch beschränkt eigenständig agieren konnten.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_merowingische_Dynastie_und_ihr_Reich">Die merowingische Dynastie und ihr Reich</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Politische_Geschichte">Politische Geschichte</h3></div>
<p>Der Ursprung des fränkischen Geschlechts der Merowinger ist durch zahlreiche spätere Mythen verklärt. Teilweise wird in der Forschung vermutet, dass bereits einige der fränkischen <a href="Kleink%C3%B6nig" title="Kleinkönig">Kleinkönige</a>, die Anfang des 4.&nbsp;Jahrhunderts vom römischen Kaiser <a href="Konstantin_der_Gro%C3%9Fe" title="Konstantin der Große">Konstantin dem Großen</a> bekämpft wurden (<a href="Ascaricus" title="Ascaricus">Ascaricus</a> und <a href="Merogaisus" title="Merogaisus">Merogaisus</a>), womöglich Merowinger waren, doch ist diese Annahme nicht beweisbar.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>


<p>Historisch gesichert ist die Existenz der Merowinger erst für das <a href="5._Jahrhundert" title="5. Jahrhundert">5. Jahrhundert</a>: In <a href="Tournai" title="Tournai">Tournai</a> wurde im Jahr 1653 die Grabstätte von <a href="Childerich_I." title="Childerich I.">Childerich I.</a> († 481 oder 482) gefunden.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser bezeichnete sich selbst als <i><a href="Rex_(Titel)" title="Rex (Titel)">rex</a></i>, was zu dieser Zeit allerdings nicht ohne weiteres als „<a href="K%C3%B6nig" title="König">König</a>“ übersetzt werden kann, und war anscheinend ein Fürst der <a href="Salfranken" title="Salfranken">Salfranken</a>. Von Childerich, der angeblich ein Sohn <a href="Merowech" title="Merowech">Merowechs</a> und mit dem früheren <i>rex</i> <a href="Chlodio" title="Chlodio">Chlodio</a> verwandt war, stammten alle späteren Merowinger ab.
</p><p>Heute wird dabei im Unterschied zur älteren Forschung oft angenommen, dass der Aufstieg der Familie erst mit Childerich begann. Zahlreiche kostbare <a href="Grabbeigabe" title="Grabbeigabe">Grabbeigaben</a> waren ihm ins Grab gelegt worden; einige von diesen sagen viel über seine Stellung aus. So trug er die Uniform eines <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">spätrömischen</a> Offiziers; vom Militärumhang <i>(<a href="Paludamentum" title="Paludamentum">paludamentum</a>)</i> war die goldene <a href="Zwiebelknopffibel" title="Zwiebelknopffibel">Zwiebelknopffibel</a> erhalten. Childerich hatte, wie literarische Quellen bezeugen, als <a href="Foederaten" title="Foederaten">Föderatenführer</a> für <a href="Westr%C3%B6misches_Reich" title="Weströmisches Reich">Westrom</a> und für (und/oder später gegen, wie teils in der neueren Forschung vermutet) den römischen <a href="Magister_militum" title="Magister militum">Heermeister</a> <a href="Aegidius_(Feldherr)" title="Aegidius (Feldherr)">Aegidius</a> gekämpft, der sich 461 von der kaiserlichen Regierung lossagte und einen eigenen Machtbereich im nördlichen <a href="Gallien" title="Gallien">Gallien</a> aufbaute. Childerich konnte seine Macht unter anderem auf die weiterhin arbeitenden ehemaligen römischen Rüstungsbetriebe <i>(fabricae)</i> in seiner Residenz Tournai stützen, was einen signifikanten Vorteil darstellte.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In diesem Sinne profitierte Childerich erheblich vom staatlichen Erosionsprozess im Westreich, dessen Regierung im Zuge endloser Bürgerkriege immer mehr die Kontrolle über die Provinzen außerhalb Italiens entglitt, bevor der letzte weströmische Kaiser in Italien 476 abgesetzt wurde und fortan nur noch das <a href="Byzantinisches_Reich" title="Byzantinisches Reich">oströmische</a> Kaisertum existierte.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wohl 469 bekämpfte Childerich <a href="Sachsen_(Volk)" title="Sachsen (Volk)">sächsische</a> Plünderer, wobei der römische <i><a href="Comes" title="Comes">comes</a></i> <a href="Paulus_(Comes)" title="Paulus (Comes)">Paulus</a> (möglicherweise ein Nachfolger des Aegidius) getötet wurde. In der neueren Forschung ist vermutet worden, dass Aegidius, Paulus und Childerich um die Kontrolle der Reste der letzten weströmischen Armee in Gallien (des <i>exercitus Gallicanus</i>) rivalisierten.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Childerichs Sohn <a href="Chlodwig_I." title="Chlodwig I.">Chlodwig I.</a> herrschte (so zumindest die traditionelle Chronologie) von 481/482 bis 511.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er beseitigte wohl 486 den letzten römischen Rivalen <a href="Syagrius" title="Syagrius">Syagrius</a>, den Sohn des Aegidius, und erhob das <a href="Fr%C3%A4nkisches_Reich" title="Fränkisches Reich">Frankenreich</a> durch Siege über die benachbarten fränkischen Kleinkönige (<a href="Sigibert_von_K%C3%B6ln" title="Sigibert von Köln">Sigibert von Köln</a>, <a href="Ragnachar" title="Ragnachar">Ragnachar</a>, <a href="Chararich" title="Chararich">Chararich</a>), die <a href="Alamannen#Expansion_und_Unterwerfung" title="Alamannen">Alamannen</a> (496/506) und die <a href="Westgotenreich" title="Westgotenreich">Westgoten</a> sowie durch die Annahme des katholischen <a href="Christentum" title="Christentum">Christentums</a> der <a href="R%C3%B6mische_Reichskirche" title="Römische Reichskirche">römischen Reichskirche</a> zu weltgeschichtlicher Bedeutung. Durch die Annahme des katholischen Christentums wurden im Frankenreich vor allem Spannungen zwischen den Franken und der gallo-romanischen Mehrheitsbevölkerung, die ebenfalls katholisch war, vermieden. Dies war von immenser Bedeutung, da im Gegensatz zu den Franken die anderen germanischen Stämme (<i>gentes</i>) sich mehrheitlich zum <a href="Arianismus" title="Arianismus">Arianismus</a> bekannten, was etwa in den Nachfolgereichen der <a href="Goten" title="Goten">West- und Ostgoten</a> (in Hispanien bzw. Italien) sowie der <a href="Vandalen" title="Vandalen">Vandalen</a> (in Nordafrika) für erhebliches Konfliktpotential sorgte. Chlodwig und seine Nachfolger beriefen sich aber nicht nur auf ihre Stellung als <i>reges</i> („Könige“ bzw. <a href="Heerk%C3%B6nig" title="Heerkönig">Heerkönige</a>), sondern bewegten sich daneben lange noch im (post-)römischen Kontext. Die frühen Merowinger bewahrten im 6. Jahrhundert die <a href="Gallor%C3%B6mische_Kultur" title="Gallorömische Kultur">gallorömische Kultur</a>, bedienten sich der Kenntnisse der alten <a href="Gallor%C3%B6mischer_Senatsadel" title="Gallorömischer Senatsadel">gallorömisch-senatorischen Aristokratie</a> und lehnten sich an die <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">spätantike</a> Verwaltungspraxis an (wie das Amt des <i><a href="Referendarius" title="Referendarius">referendarius</a></i>, der die königliche Kanzlei leitete), wobei die römisch geprägten urbanen Zentren (vor allem, aber nicht nur im südlichen Gallien) eine zentrale Rolle für Herrschaft und Verwaltung spielten. 507 griff Chlodwig die Westgoten an, tötete ihren <i>rex</i> <a href="Alarich_II." title="Alarich II.">Alarich II.</a> im Kampf und eroberte den größten Teil auch des südlichen Galliens. Einen Zugang zum Mittelmeer gewannen die Franken allerdings erst nach seinem Tod.
</p><p>Chlodwig verteilte die Herrschaft im formal ungeteilten Reich auf seine vier Söhne (<a href="Theuderich_I." title="Theuderich I.">Theuderich I.</a>, <a href="Chlodomer" title="Chlodomer">Chlodomer</a>, <a href="Childebert_I." title="Childebert I.">Childebert I.</a> und <a href="Chlothar_I." title="Chlothar I.">Chlothar I.</a>), doch starben drei Linien aus, so dass Chlothar I. von 558 bis 561 das inzwischen um <a href="Th%C3%BCringer#Geschichte" title="Thüringer">Thüringen</a> und <a href="Burgund_(fr%C3%A4nkisches_Teilreich)" title="Burgund (fränkisches Teilreich)">Burgund</a> erweiterte Reich wieder unter einem einzigen <i>rex</i> vereinigen konnte.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wenig später hörten die Merowinger auf, die nominelle Oberhoheit des (ost-)römischen Kaisers weiter anzuerkennen, mit dem die Merowinger im diplomatischen Kontakt standen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Um 585 stellte man so die Praxis ein, pseudoimperiale Münzen im Namen des Kaisers zu prägen. Bereits <a href="Theudebert_I." title="Theudebert I.">Theudebert I.</a>, der Sohn Theuderichs I., hatte in Schreiben an den oströmischen Kaiser <a href="Justinian_I." title="Justinian I.">Justinian</a> seine unabhängige Machtstellung herausgestellt und die Größe seines Herrschaftsbereichs (wohl übertrieben) hervorgehoben.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der fränkischen Geschichtsschreibung blieb Ostrom aber weiterhin im Blick, so bei <a href="Gregor_von_Tours" title="Gregor von Tours">Gregor von Tours</a> und in der <a href="Fredegar" title="Fredegar">Fredegarchronik</a>.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Schrittweise wurde aus dem Machtbereich fränkischer <i>foederati</i> nun ein zunehmend homogenes <i>regnum</i>. Dabei spielte – durchaus ebenfalls in spätantiker Tradition – das dynastische Prinzip eine zentrale Rolle für die Herrscherlegitimation; nur Merowinger hatten ein Recht auf den Thron.
</p><p>Unter Chlothars Nachfolgern wurde die Herrschaft über das Fränkische Reich wieder geteilt und bald durch <a href="Merowingischer_Bruderkrieg" title="Merowingischer Bruderkrieg">Bruderkriege</a> zerrissen. Die fränkischen Teilreiche <a href="Austrasien" title="Austrasien">Austrasien</a> (mit dem fränkischen Kernland im Osten), <a href="Neustrien" title="Neustrien">Neustrien</a> im Westen und <a href="Burgund" title="Burgund">Burgund</a> im Südosten führten wiederholt Krieg untereinander, was die merowingische Dynastie nachhaltig schwächte. Die Konflikte dauerten bis 613 an, als Chlothars Enkel <a href="Chlothar_II." title="Chlothar II.">Chlothar II.</a> wieder die Macht über das Gesamtreich erlangte, nachdem er die bei vielen fränkischen <a href="Gro%C3%9Fe" title="Große">Großen</a> verhasste Königinwitwe <a href="Brunichild" title="Brunichild">Brunichild</a> ausgeschaltet hatte.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Brunichild hatte sich vergeblich um eine zentralisiertere Königsherrschaft bemüht; ihr Tod bedeutete auch einen Sieg des Adels, der dadurch weiter gestärkt wurde, während das Königtum eher geschwächt wurde. Seit dieser Zeit scheint auch die Steuererhebung von königlichen Beamten in den Städten auf die Bischöfe übergegangen zu sein.
</p>

<p><a href="Dagobert_I." title="Dagobert I.">Dagobert I.</a>, der Sohn Chlotars II., konnte sich noch einmal gegen den mächtigen Adel behaupten, wenngleich es zu Adelsrivalitäten kam und er teils ebenfalls Kompromisse eingehen musste, vor allem nach einigen militärischen Rückschlägen (wie gegen <a href="Samo" title="Samo">Samo</a> 631). Dennoch hatte er auch Erfolge vorzuweisen und stärkte die finanzielle Grundlage des Königtums, wobei er die Kirche nicht ausnahm. In der (problematischen) <a href="Fredegar" title="Fredegar">Fredegarchronik</a> wird der König deshalb schließlich eher negativ geschildert, was aber vor allem dem Standpunkt der Chronik geschuldet ist. Chlothar II. und Dagobert I. waren der gängigen Lehrmeinung zufolge denn auch die letzten mächtigen Herrscher aus dem Geschlecht der Merowinger, doch fing bereits unter ihnen der Einfluss der <a href="Hausmeier" title="Hausmeier">Hausmeier</a> (der <i>maiores domus</i>) an zu wachsen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese hatten ursprünglich nur als Hofverwalter fungiert, deren Kompetenzen aber stetig zunahmen und die schließlich den höchsten Reichsposten bekleideten, was den königlichen Einfluss seit dem 7. Jahrhundert immer mehr einschränkte. Da die adeligen Hausmeier (deren Titel schließlich erblich wurden) zudem über großen Landbesitz verfügten, waren sie für den König nur schwer zu kontrollieren. In dieser Situation erhob sich das mit den <a href="Arnulfinger" title="Arnulfinger">Arnulfingern</a> verbündete Geschlecht der <a href="Pippiniden" title="Pippiniden">Pippiniden</a> schrittweise zu solcher Macht, dass <a href="Grimoald_der_%C3%84ltere" title="Grimoald der Ältere">Grimoald</a>, der Sohn <a href="Pippin_der_%C3%84ltere" title="Pippin der Ältere">Pippins des Älteren</a>, 656 den Versuch unternahm, statt des Merowingers <a href="Dagobert_II." title="Dagobert II.">Dagobert II.</a> nun <a href="Childebertus_adoptivus" title="Childebertus adoptivus">seinen eigenen Sohn</a> zum König des östlichen Teilreichs Austrasien (Hauptstadt <a href="Metz" title="Metz">Metz</a>) zu erheben. Weil die anderen mächtigen Familien dies aber (noch) nicht duldeten, behielten die Merowinger ihre Königswürde noch ein weiteres Jahrhundert.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Obwohl im Lauf der Zeit zahlreiche Merowinger ermordet wurden, oft von nahen Verwandten, wurde die Dynastie als solche allerdings weiterhin für unantastbar gehalten. Daher mussten die Karolinger, als sie schließlich selbst den Thron bestiegen, eine neue Form der Herrschaftslegitimation suchen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Tatsächlich scheinen einzelne Merowingerkönige sich noch einmal gegen den übermächtigen Einfluss der Hausmeier gestemmt zu haben. So werden <a href="Theuderich_III." title="Theuderich III.">Theuderich III.</a> und <a href="Dagobert_II." title="Dagobert II.">Dagobert II.</a> zwar oft als mehr oder weniger hilflose „Schattenkönige“ bezeichnet,<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> doch haben sie nachweislich Gerichte abgehalten, geurkundet, über Hausgüter wohl frei verfügt und Privilegien verteilt, wobei Dagobert in der Kirchenpolitik zudem mehr Spielraum hatte.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Erst nach der <a href="Schlacht_bei_Tertry" title="Schlacht bei Tertry">Schlacht bei Tertry</a> 687 begann der endgültige Aufstieg der aus den Arnulfingern und Pippiniden hervorgegangenen <a href="Karolinger" title="Karolinger">Karolinger</a>, deren Bezeichnung auf den mächtigen fränkischen Hausmeier <a href="Karl_Martell" title="Karl Martell">Karl Martell</a> zurückgeht. Karl Martell konnte sich gegen konkurrierende Hausmeier durchsetzen (<a href="Schlacht_von_Vincy" title="Schlacht von Vincy">Schlacht von Vincy</a> 717 und <a href="Schlacht_bei_Soissons_(718)" title="Schlacht bei Soissons (718)">Schlacht bei Soissons</a> 718/19) und vereinnahmte das Hausmeieramt endgültig für sein eigenes Haus, wenngleich sein Einfluss in Neustrien begrenzt blieb. Er setzte nacheinander Merowinger als Schattenkönige ein, die aber über keine reale Macht verfügten (siehe <a href="Chlothar_IV." title="Chlothar IV.">Chlothar IV.</a>, <a href="Chilperich_II." title="Chilperich II.">Chilperich II.</a> und <a href="Theuderich_IV." title="Theuderich IV.">Theuderich IV.</a>; nach dem Tod Theuderichs IV. 737 ließ Karl den Königsthron unbesetzt). Karl fungierte nun bis zu seinem Tod 741 als wahre Macht hinter dem Thron.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einer seiner Söhne, <a href="Pippin_der_J%C3%BCngere" title="Pippin der Jüngere">Pippin der Jüngere</a>, erhob 743 den Merowinger <a href="Childerich_III." title="Childerich III.">Childerich III.</a> zum König, ließ ihn aber 751/752 absetzen und in das Kloster Sithiu (spätere <a href="Abtei_Saint-Bertin" title="Abtei Saint-Bertin">Abtei Saint-Bertin</a>) einweisen. Um seine Herrschaft zu legitimieren, suchte und erhielt Pippin angeblich die ausdrückliche Zustimmung der Kirche (in der neuesten Forschung wird diese Version der Ereignisse allerdings bezweifelt).<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nicht einmal der genaue Zeitpunkt, zu dem die Merowinger von der Macht verdrängt wurden, ist den Quellen zu entnehmen; der Umsturz muss irgendwann zwischen dem 20.&nbsp;Juni 751, als Childerich III. letztmals als <i>rex</i> bezeugt ist, und dem 1.&nbsp;März 752, als erstmals Pippin der Jüngere als <i>rex</i> erscheint, erfolgt sein.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Über diese Angaben hinaus ist wenig bekannt.
</p><p>Fest steht nur: Damit endete die Herrschaft der Merowinger, die zuletzt angeblich nur noch zeremoniell gewesen war. Wie reibungslos der Dynastiewechsel verlief und wie machtlos die letzten Merowinger wirklich waren, ist allerdings ebenfalls unklar. In jüngerer Zeit äußern Historiker wie <a href="Ian_N._Wood" title="Ian N. Wood">Ian N. Wood</a>, <a href="Bernhard_Jussen" title="Bernhard Jussen">Bernhard Jussen</a> oder <a href="Johannes_Fried" title="Johannes Fried">Johannes Fried</a> vermehrt Zweifel an der Zuverlässigkeit der späten und parteiischen <a href="Quelle_(Geschichtswissenschaft)" title="Quelle (Geschichtswissenschaft)">Quellen</a> aus der Karolingerzeit. Demnach sei die überlieferte Darstellung der Ereignisse eine spätere Konstruktion, die unter anderem die Absetzung Childerichs III. rechtfertigen sollte, indem sie die angebliche Machtlosigkeit des Herrscherhauses überbetonte, um den hochproblematischen Dynastiewechsel zu einer bloßen Formsache zu erklären. In der Tat passt zum Beispiel die Behauptung, die letzten Merowinger hätten mit einigen wenigen Dienern auf einem kleinen Landgut gelebt, schlecht zur großen Zahl von überlieferten Urkunden aus der Zeit <a href="Pippin_der_Mittlere" title="Pippin der Mittlere">Pippins des Mittleren</a>, die die Könige an mehr als zehn weit auseinanderliegenden Orten ausstellten.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Vorwurf, ein rechtmäßiger König sei bloß ein nutzloser <i>rex inutilis</i>, war das ganze Mittelalter hindurch eine beliebte Strategie, um einen Staatsstreich zu legitimieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Binnenstruktur_des_Merowingerreichs">Binnenstruktur des Merowingerreichs</h3></div>
<p>Das merowingische Verwaltungssystem war zunächst vor allem am <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">spätantiken</a> römischen Vorbild orientiert.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zumindest noch im 6. Jahrhundert dienten <i><a href="Referendarius" title="Referendarius">Referendarii</a></i> (wobei es sich um weltliche Personen mit entsprechender Bildung handelte) in der königlichen Kanzlei,<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> als rechtliche Berater des Königs sowie in administrativer und fiskalischer Funktion, wobei es sich nicht selten um <a href="Gallor%C3%B6mische_Kultur" title="Gallorömische Kultur">Galloromanen</a> handelte. Ohnehin spielte der <a href="Gallor%C3%B6mischer_Senatsadel" title="Gallorömischer Senatsadel">gallorömische Senatsadel</a> im frühen Merowingerreich weiterhin eine wichtige Rolle.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Verwaltungssystem der Merowinger wurde im Verlauf der Zeit allerdings zunehmend ineffektiv, vor allem was das Besteuerungswesen betraf. Der König war auf fließende Einnahmen angewiesen, um militärische Aufgebote und die Verwaltungsbeamten zu finanzieren. In diesem Zusammenhang machten sich mehrere hohe Königsbeamte sehr unbeliebt bei der Bevölkerung, indem sie Steuern rigoros eintrieben (siehe etwa <a href="Parthenius_(Gallor%C3%B6mer)" title="Parthenius (Gallorömer)">Parthenius</a> und <a href="Protadius_(Hausmeier)" title="Protadius (Hausmeier)">Protadius</a>).
</p><p>Zentral für die Verwaltung des Reichs waren, wie bereits in römischer Zeit, die Städte, die für das Merowingerreich eine starke Kontinuitätslinie zur römischen Zeit darstellten. Die Reste der alten kaiserlichen Fiskalgüter wurden denn auch von den jeweils nahen urbanen Zentren aus verwaltet.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Des Weiteren residierte in jeder Stadt mit dem <i>comes civitatis</i> ein königlicher Statthalter, der über verwaltungstechnische, juristische und militärische Kompetenzen verfügte. Der <i>comes civitatis</i> war somit der wichtigste weltliche Funktionsträger auf lokaler Ebene.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der zunehmenden Schwächung der Königsmacht im 7. Jahrhundert verschob sich auch das Machtgefüge zugunsten der <a href="Gro%C3%9Fe" title="Große">Großen</a> im Reich. Seit der Zeit von <a href="Chlothar_II." title="Chlothar II.">Chlothar II.</a> und <a href="Dagobert_I." title="Dagobert I.">Dagobert I.</a> waren nicht mehr königliche Beamte in den Städten für die Steuererhebung zuständig, sondern die Bischöfe. Ebenso wurde auch auf die Neufestsetzung der Kopf- und Grundsteuer verzichtet, sie wurde zu einer gewohnheitsrechtlichen Abgabe.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichzeitig gewann auch der weltliche Adel zunehmend an Einfluss. Dies kam 614 im <i><a href="Edictum_Chlotharii" title="Edictum Chlotharii">Edictum Chlotharii</a></i> zum Ausdruck, in dem Chlothar den Großen mehrere Konzessionen machen musste, was eine Schwächung der königlichen Zentralgewalt bedeutete.
</p><p>Im Hinblick auf die Einnahmen verfügten die merowingischen Könige über verschiedene Quellen, so zum Beispiel den Königsschatz, Einnahmen aus der Besteuerung (Kopf- und Grundsteuer) und aus den königlichen Ländereien sowie aus Kriegsbeute.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings wurden die entsprechenden Steuerlisten, die nach römischem Vorbild geführt wurden, später nicht mehr regelmäßig aktualisiert; dies führte dazu, dass manche Personen zu geringe, andere aber viel zu hohe Beträge zu entrichten hatten.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ebenso entzogen sich mehrere Personen der Besteuerung und über die Randregionen des Reiches verloren die Merowinger schließlich die Kontrolle. Am verheerendsten war jedoch, dass die mächtigen <a href="Hausmeier" title="Hausmeier">Hausmeier</a> die Kontrolle über den <i>fiscus</i> gewannen und die Könige zunehmend finanziell abschnürten. Zur königlichen Verwaltung gehörten neben dem Hausmeier der <i>thesaurarius</i>, der für den königlichen Schatz zuständig war, der <i>domesticus</i> (Haushofmeister) und der oberste <i><a href="Referendarius" title="Referendarius">referendarius</a></i>, der Leiter der königlichen Kanzlei. Die Amtsbezeichnung des <i>cubicularius</i> für den Kämmerer und Schatzmeister verschwindet hingegen im frühen 7. Jahrhundert aus den Quellen.
</p><p>Forscher wie <a href="Patrick_J._Geary" title="Patrick J. Geary">Patrick J. Geary</a> zählen die Merowingerzeit noch zur Spätantike. <a href="Mentalit%C3%A4tsgeschichte" title="Mentalitätsgeschichte">Mentalitätsgeschichtlich</a> und im Gegensatz zu diesen Forschungstendenzen, die den Kontinuitätsgedanken betonen,<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> schreibt <a href="Georg_Scheibelreiter" title="Georg Scheibelreiter">Georg Scheibelreiter</a> der Oberschicht im Merowingerreich hingegen eine <a href="Barbar" title="Barbar">barbarische</a>, <a href="Agonismus" title="Agonismus">agonale</a> Grundhaltung zu, die sich wesentlich vom Legitimitäts- und Ausgleichsdenken der spätrömischen Welt unterschieden habe. Diese Grundhaltung der fränkischen Eliten, die alle Verträge und Eide missachtet hätten, die sie ohne Zögern zu gewaltsamen Mitteln greifen ließ, habe sich im Laufe des 7.&nbsp;Jahrhunderts unter dem Gefühl einer permanenten Bedrohung durch Fehden und Bürgerkriege bis zur „berserkerhaften Wildheit“ gesteigert. Davon seien auch kirchliche Würdenträger nicht verschont geblieben.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings reflektieren Gewaltdarstellungen gerade in den hagiographischen Quellen eher die moralische Position und Mentalitäten der jeweiligen Verfasser. Die realitätsnahe Darstellung roher Gewalt in spätantiken und frühmittelalterlichen Quellen hatte auch die Funktion, die daran beteiligten Personen negativ zu schildern, wobei teils auf Stereotypen des antiken Barbarenbilds zurückgegriffen wurde.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Mischa_Meier" title="Mischa Meier">Mischa Meier</a> hat jüngst die in den Quellen oft hervorgehobene Gewaltausübung der Merowinger mit der bereits zuvor voranschreitenden Militarisierung Galliens in Verbindung gebracht, das ein Hauptrekrutierungsgebiet der weströmischen Armee war.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vor allem oppositionelle Kreise hatten zudem ein Interesse daran, die Merowinger in ein eher schlechtes Licht zu rücken, wie die nachfolgende Darstellung in den pro-karolingischen Quellen zeigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ursprungssage_und_Frage_des_Sakralkönigtums"><span id="Ursprungssage_und_Frage_des_Sakralk.C3.B6nigtums"></span>Ursprungssage und Frage des Sakralkönigtums</h3></div>
<p>Der Name „Merowinger“ kommt – in der Form <i>Mervengus</i> – erstmals um 640 bei <a href="Jonas_von_Bobbio" title="Jonas von Bobbio">Jonas von Bobbio</a> vor,<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> etwas später in der <a href="Fredegar#Zur_Chronik" title="Fredegar">Fredegar-Chronik</a> und dann erst wieder im 8. Jahrhundert.
</p><p>Schwierig zu klären sind die seit langem diskutierten Fragen nach dem Ursprung und der Legitimation des merowingischen Herrschaftsanspruchs. Es handelt sich um folgende Fragen:
</p>
<ul><li>Gab es ein altes Königtum der Merowinger, das in vorchristlicher Zeit durch einen Mythos legitimiert war, der eine göttliche Abstammung des Geschlechts behauptete? Welcher Stellenwert kam dieser Sage gegebenenfalls zu?</li>
<li>Haben die christlichen Merowinger weiterhin von dem Ansehen profitiert, das der Ursprungsmythos gegebenenfalls ihren Vorfahren verschafft hatte? Haben sie einen solchen Mythos aus diesem Grund trotz seiner Unvereinbarkeit mit der christlichen Lehre propagieren lassen?</li>
<li>Inwieweit lassen sich aus einzelnen Angaben erzählender Quellen der Merowinger- und der Karolingerzeit fortdauernde Überreste einer etwaigen vorchristlichen sakralen Tradition des merowingischen Königtums erschließen? Gestatten es diese Belege, dieses Königtum in den Zusammenhang eines antiken germanischen <a href="Sakralk%C3%B6nigtum" title="Sakralkönigtum">Sakralkönigtums</a> einzuordnen?</li></ul>
<p>In der Forschung stehen sich zwei extreme Positionen gegenüber, diejenige von <a href="Karl_Hauck_(Medi%C3%A4vist)" title="Karl Hauck (Mediävist)">Karl Hauck</a> und diejenige von Alexander C. Murray. Hauck war der konsequenteste Vertreter der modernen Theorie vom fränkischen Sakralkönigtum. Seine Auffassung, bei den Merowingern lasse sich die Tradition eines alten germanischen Sakralkönigtums beobachten, prägte die Forschung seit der Veröffentlichung seines wegweisenden Aufsatzes im Jahr 1955 für lange Zeit.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1998 widersprach Alexander Murray dieser Sichtweise dann vehement.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Andere Forscher wie Ian Wood äußerten sich zwar zurückhaltender. In jüngster Zeit gewinnt jedoch eine Position an Zustimmung, die das „germanische Königtum“ insgesamt für einen <a href="Mythos" title="Mythos">Mythos</a> hält,<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> weshalb keine entsprechende Tradition bei den Merowingern vorliegen könne: Erst im Verlauf der Kaiserzeit sei es bei den Germanen in Imitation römischer Formen zur Ausprägung monarchischer Systeme gekommen.
</p><p>Im Mittelpunkt der Kontroversen steht die Herkunftssage (<i><a href="Origo_gentis" title="Origo gentis">Origo gentis</a></i>), wie sie in der lateinischen <a href="Fredegar" title="Fredegar">Fredegar</a>-Chronik (7. Jahrhundert) überliefert ist. Sie berichtet von <a href="Chlodio" title="Chlodio">Chlodio</a>, dem ersten als historische Persönlichkeit fassbaren <i>rex</i> der Salfranken, der im zweiten Viertel des 5. Jahrhunderts fränkische Krieger anführte und auch aus anderen Quellen bekannt ist. Der Sage zufolge begegnete Chlodios Frau, als sie sich zum Baden an das Meer begab, einem Meeresungeheuer (<i>bestia Neptuni</i> „Untier <a href="Neptun_(Mythologie)" title="Neptun (Mythologie)">Neptuns</a>“), das dem <i>Quinotaurus</i> ähnlich war. Darauf gebar sie einen Sohn, den späteren König <a href="Merowech" title="Merowech">Merowech</a>, Großvater <a href="Chlodwig_I." title="Chlodwig I.">Chlodwigs I.</a> (zweifellos eine historische Gestalt). Der Name Quinotaurus erinnert an die antike griechische Sage von <a href="Minotauros" title="Minotauros">Minotauros</a>, einem Mischwesen aus Mensch und Stier; vielleicht ist das Qu nur ein Schreiberversehen. Die Formulierung in der Chronik lässt die Frage offen, ob das Untier selbst der Vater Merowechs war oder ob die Begegnung der Königin mit ihm nur als Vorzeichen zu verstehen ist und Chlodio der Vater war. Der Chronist fügt hinzu, nach diesem Merowech seien dessen Nachkommen, die Frankenkönige, später <i>Merohingii</i> genannt worden.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Karl Hauck, der hier mit Methoden der Vergleichenden <a href="Religionswissenschaft" title="Religionswissenschaft">Religionswissenschaft</a> arbeitete, deutete die Erzählung konsequent im Sinne einer sakralen Königsidee. Er verstand den Text so, dass Merowech nicht entweder von dem Ungeheuer oder von Chlodio gezeugt wurde, sondern beides zugleich: Das <i> aut … aut</i> („entweder – oder“) habe im <a href="Vulg%C3%A4rlatein" title="Vulgärlatein">Vulgärlatein</a> auch „sowohl – als auch“ bedeutet, das Ungeheuer sei daher niemand anders als Chlodio selbst gewesen, der zeitweilig als <a href="Therianthropie" title="Therianthropie">theriomorphes</a> (tiergestaltiges) Wesen auftrat und damit seine göttliche Natur erwies. So habe sich durch den Zeugungsakt das „Wirken der Zeugungs- und Schöpfungsmacht des Hauptgottes“ gezeigt, das den Stammvater des Geschlechts hervorbrachte; die Stiergestalt stehe für die „Urgewalt der göttlichen Schöpferkraft“ eines Fruchtbarkeitsgottes.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Sage sei im Sinne des Konzepts der „heiligen Hochzeit“ (<a href="Hierogamie" title="Hierogamie">Hierogamie</a>) aufzufassen. In diesem Zusammenhang verwies Hauck auf eine besondere Bedeutung des Stiers für die Merowingersippe: im Grab von Merowechs Sohn und Nachfolger Childerich I. wurde ein goldenes Stierhaupt gefunden. Dem Mythos habe auch ein ansatzweise rekonstruierbarer Kultus entsprochen, der schon lange vor dem fünften Jahrhundert bestanden habe und dann auf jüngere Repräsentanten des alten, heiligen Königsgeschlechts übertragen worden sei.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Diese Interpretation, die aus dem Text der Chronik auf die Existenz einer altgermanischen, ursprünglich mündlich überlieferten Sage schließt, fand in der Forschung über Jahrzehnte hinweg grundsätzlich Anklang. Allerdings wurde die Gleichsetzung des quasi göttlichen Ungeheuers mit Chlodio meist nicht akzeptiert, sondern an der Übersetzung „entweder – oder“ festgehalten. Anstoß erregte seit jeher der Umstand, dass die Chronik zwei relativ unbedeutende historische „Kleinkönige“ bzw. Föderatenführer des 5. Jahrhunderts zu den Protagonisten des Mythos macht. Daher und aus sprachlichen Überlegungen setzte sich die Auffassung durch, dass sich die Sage in ihrer ursprünglichen Version nicht auf Merowech bezogen habe, sondern auf eine weit ältere Sagengestalt namens Mero als Stammvater der damals so genannten „Merohinger“. Erst in einer jüngeren Fassung sei sie wegen der Namensähnlichkeit auf Chlodio und Merowech übertragen worden. Dadurch sei der Irrtum entstanden, der Name der Merowinger sei von dem historischen König Merowech abgeleitet.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Murray hat seine radikale Gegenposition zu dieser Sichtweise ausführlich begründet. Stierdarstellungen seien in der spätantiken Kunst weit verbreitet und nicht notwendigerweise religiös zu deuten; außerdem könne es sich bei den Funden aus dem <a href="Childerichgrab" class="mw-redirect" title="Childerichgrab">Childerichgrab</a> um keltische Importware handeln.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die mutmaßliche Sagengestalt Mero sei rein spekulativ erschlossen und ihr fehle jede Basis in den Quellen; vielmehr gehe der Name <i>Merowinger</i> auf den historischen Merowech zurück. Die Erzählung in der Fredegar-Chronik habe keinen heidnischen Hintergrund, sondern sei erst im sechsten oder siebten Jahrhundert entstanden. Es handle sich nicht um eine echte Sage, sondern nur um den Versuch eines gebildeten Christen, den Namen Merowech nach einer damals verbreiteten Gewohnheit etymologisch zu erklären. Dieser gelehrte Franke habe den Namen Merowech als „Meer-Vieh“ gedeutet und sei so darauf gekommen, einen Zusammenhang mit dem Neptun-Ungeheuer herzustellen. Den Minotauros-Mythos habe er gekannt, denn dieser wurde von populären Autoren wie <a href="Vergil" title="Vergil">Vergil</a>, <a href="Ovid" title="Ovid">Ovid</a> und <a href="Apuleius" title="Apuleius">Apuleius</a> behandelt bzw. erwähnt und war noch in der Spätantike gut bekannt. Der Minotauros-Sage zufolge war Minotauros der Sohn eines Stiers, den der Gott <a href="Poseidon" title="Poseidon">Poseidon</a> (Neptun) aus dem Meer emporsteigen ließ. Von dieser Vorstellung angeregt sei der christliche Franke auf die Idee gekommen, die Minotauros-Sage für seinen Zweck umzugestalten.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ian Wood zieht die Möglichkeit in Betracht, dass die Erzählung in ihrer überlieferten Form als Verspottung mythischer Deutungen einer sakralen Herkunft des Merowingergeschlechts gedacht war.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Verkompliziert wird die Situation dadurch, dass in jüngster Zeit Gelehrte wie <a href="Patrick_J._Geary" title="Patrick J. Geary">Patrick J. Geary</a> und <a href="Guy_Halsall" title="Guy Halsall">Guy Halsall</a> verstärkt dafür plädieren, zumindest Childerich I. primär als spätrömischen Söldnerführer zu betrachten, der einen extrem heterogenen Verband von Menschen unterschiedlichster Herkunft befehligt habe. Da die Merowinger in Wahrheit keine alte Familie gewesen, sondern möglicherweise erst mit Childerich in eine prominente Position aufgestiegen seien, sei, sofern tatsächlich eine sakrale Legitimation postuliert worden sei, zumindest nicht von alten Wurzeln derselben auszugehen.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies wird auch von jenen Forschern angenommen, für die es kein „altgermanisches“ Königtum gegeben habe, sich dies vielmehr erst in nachchristlicher Zeit unter römischem Einfluss ausgeprägt habe.
</p><p>Das Erscheinungsbild der Merowinger wurde von ihren langen Haaren geprägt, was bereits auf dem Siegel Childerichs I. erkennbar ist und auch von mehreren späten Chronisten bestätigt wird. Doch ist unklar, wie genau dieses Merkmal zu deuten ist: Während etwa <a href="Eugen_Ewig" title="Eugen Ewig">Eugen Ewig</a> und John Michael Wallace-Hadrill die Haartracht mit einem alten <a href="Heerk%C3%B6nig" title="Heerkönig">Heerkönigtum</a> und einer herrschaftlichen Sphäre verbinden wollten, betrachten sie Forscher wie Reinhard Schneider eher als Zeichen der Zugehörigkeit zur Herrscherfamilie.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Allerdings bevorzugen in jüngerer Zeit viele Forscher eine ganz andere Erklärung für die Ursprünge der merowingischen Haartracht: Im 5./6. Jahrhundert trugen viele Krieger schulterlanges Haar; dies gehörte in der Spätantike zum <i>habitus barbarus</i>, dem typischen Aussehen eines kriegerischen Aristokraten, egal ob Römer oder Barbar. Die merowingischen <i>reges</i> könnten also einfach bis zuletzt an dieser zunehmend antiquierten Sitte festgehalten haben.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Endphase der Dynastie, als die Merowinger angeblich nur noch Schattenkönige waren, und nach der Beseitigung ihres Königtums wurden sie insgesamt als Bewahrer altertümlicher Bräuche dargestellt; dies könnte durchaus auch für ihre Haartracht gegolten haben. Angaben aus der Karolingerzeit, die das traditionsgebundene Verhalten der letzten Merowinger als seltsam, lächerlich und antiquiert erscheinen lassen, dürften bewusst verzerrt sein, da sie der Rechtfertigung des Dynastiewechsels von 751/2 dienen sollten (siehe oben).
</p><p>So schreibt <a href="Einhard" title="Einhard">Einhard</a>, der in karolingischer Zeit eine Biographie <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karls des Großen</a> verfasste, die letzten Merowinger hätten sich auf einem von Ochsen gezogenen Karren <i>(carpentum)</i> herumfahren lassen.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser Karren wurde in der älteren Forschung oft auf einen heidnischen Kultwagen zurückgeführt und als zusätzliches Indiz für den mutmaßlich sakralen Charakter des merowingischen Königtums genannt. Dagegen wandte Murray ein, dass Einhard den Ochsenkarren nur mit den letzten Merowingern in Verbindung bringt und ihn nicht als herrscherliches Merkmal oder Privileg kennzeichnet, und dass keine einzige der älteren Quellen solche Karren als Fahrzeuge der merowingischen Könige erwähne.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Doch was der karolingerzeitliche Autor als lächerliche Kuriosität schildert, war in Wahrheit ein altes Element der spätantiken Herrscherrepräsentation gewesen: <a href="Ammianus_Marcellinus" title="Ammianus Marcellinus">Ammianus Marcellinus</a> berichtet, Kaiser <a href="Constantius_II." title="Constantius II.">Constantius II.</a> sei 357 auf einem <i>carpentum</i> in Rom eingezogen,<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und noch im 6. Jahrhundert reisten römische Präfekten und <i>vicarii</i> laut dem Gelehrten und Politiker <a href="Cassiodor" title="Cassiodor">Cassiodor</a> meist in solchen Karren, die ein Zeichen ihrer hohen Würde waren.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Fest steht: Die letzten Merowinger wurden trotz ihrer Machtlosigkeit nicht allgemein als lächerliche Figuren wahrgenommen; anderenfalls hätten die Karolinger den Dynastiewechsel leichter und früher durchführen können und wären dafür nicht auf die Autorität des Papstes angewiesen gewesen. Die Hausmeier mussten lange Zeit Rücksicht auf die tief verwurzelte Tradition nehmen, nach der nur Merowinger zur Königswürde legitimiert waren. Bereits <a href="Julius_von_Pflugk-Harttung" title="Julius von Pflugk-Harttung">Julius von Pflugk-Harttung</a> sprach für die Jahre nach 687 von einer „planmäßigen Entwöhnung“ von der Herrscherfamilie.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese quasi religiöse Scheu gegenüber der Dynastie dient oft als Argument dafür, dass ihr bis zuletzt ein sakraler Charakter mit Wurzeln in archaischen heidnischen Vorstellungen zugeschrieben worden sei. Da jedoch ein Beweis dafür bisher nicht erbracht wurde, bleibt die Frage offen.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dynastisches Denken, also die Vorstellung, das Recht auf Herrschaft sei an nur eine Familie gebunden, war in Spätantike und <a href="Fr%C3%BChmittelalter" title="Frühmittelalter">Frühmittelalter</a> omnipräsent; es bedurfte, wie der Blick auf die <a href="Theodosianische_Dynastie" title="Theodosianische Dynastie">Theodosianische Dynastie</a> zeigt, keineswegs einer expliziten religiösen Begründung und muss daher auch nicht in einem Sakralkönigtum wurzeln.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herrscher">Herrscher</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Falsche_Merowinger" title="Falsche Merowinger">Falsche Merowinger</a> und <a href="Liste_der_fr%C3%A4nkischen_Herrscher#Merowinger" title="Liste der fränkischen Herrscher">Liste der fränkischen Herrscher</a></div>
<p>Aufgrund der ständigen Teilungen des Reiches unter den Söhnen der Merowinger herrschten bis zu vier Brüder oder andere Verwandte gleichzeitig in Teilreichen. Die beiden wichtigsten waren <a href="Austrasien" title="Austrasien">Austrasien</a> im Osten und <a href="Neustrien" title="Neustrien">Neustrien</a> im Westen des Kerngebietes des fränkischen Königreichs.
</p>
<ul><li><a href="Chlodio" title="Chlodio">Chlodio</a> (zweites Viertel des 5. Jahrhunderts)</li>
<li><a href="Merowech" title="Merowech">Merowech</a> (um 450)</li>
<li><a href="Childerich_I." title="Childerich I.">Childerich I.</a> (ca. 457–ca. 482)</li>
<li><a href="Chlodwig_I." title="Chlodwig I.">Chlodwig I.</a> (ca. 482–511)</li></ul>
<table>
<tbody><tr>
<td>
<ul><li><a href="Chlodomer" title="Chlodomer">Chlodomer</a> (511–524 Neustrien)</li>
<li><a href="Childebert_I." title="Childebert I.">Childebert I.</a> (511–558 Neustrien)</li>
<li><a href="Chlothar_I." title="Chlothar I.">Chlothar I.</a> (511–558 Neustrien, 558–561 Gesamtreich)</li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Theuderich_I." title="Theuderich I.">Theuderich I.</a> (511–533 Austrasien)</li>
<li><a href="Theudebert_I." title="Theudebert I.">Theudebert I.</a> (533–547 Austrasien)</li>
<li><a href="Theudebald" title="Theudebald">Theudebald</a> (547–555 Austrasien)</li></ul>
</td></tr></tbody></table>
<table>
<tbody><tr>
<td>
<ul><li><a href="Charibert_I." title="Charibert I.">Charibert I.</a> (561–567 Neustrien)</li>
<li><a href="Chilperich_I." title="Chilperich I.">Chilperich I.</a> (561–584 Neustrien)</li>
<li><a href="Chlothar_II." title="Chlothar II.">Chlothar II.</a> (584–613 Neustrien)</li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Guntram_I." title="Guntram I.">Guntram I.</a> (561–592 Burgund)</li>
<li><a href="Theuderich_II." title="Theuderich II.">Theuderich II.</a> (596–613 Burgund)</li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Sigibert_I." title="Sigibert I.">Sigibert I.</a> (561–575 Austrasien)</li>
<li><a href="Childebert_II." title="Childebert II.">Childebert II.</a> (575–596 Austrasien/Burgund)</li>
<li><a href="Theudebert_II." title="Theudebert II.">Theudebert II.</a> (596–612 Austrasien)</li>
<li><a href="Sigibert_II." title="Sigibert II.">Sigibert II.</a> (613 Austrasien)</li></ul>
</td></tr></tbody></table>
<ul><li><a href="Chlothar_II." title="Chlothar II.">Chlothar II.</a> (613–629)</li>
<li><a href="Charibert_II." title="Charibert II.">Charibert II.</a> (629–632 <a href="Aquitanien" title="Aquitanien">Aquitanien</a>)</li>
<li><a href="Chilperich_von_Aquitanien" title="Chilperich von Aquitanien">Chilperich von Aquitanien</a> (632)</li>
<li><a href="Dagobert_I." title="Dagobert I.">Dagobert I.</a> (629–639)</li></ul>
<table>
<tbody><tr>
<td>
<ul><li><a href="Chlodwig_II." title="Chlodwig II.">Chlodwig II.</a> (639–657 Neustrien)</li>
<li><a href="Chlothar_III." title="Chlothar III.">Chlothar III.</a> (657–673 Neustrien)</li>
<li><a href="Theuderich_III." title="Theuderich III.">Theuderich III.</a> (673–679 Neustrien)</li></ul>
</td>
<td>
<ul><li><a href="Sigibert_III." title="Sigibert III.">Sigibert III.</a> (639–656 Austrasien)</li>
<li><a href="Childebertus_adoptivus" title="Childebertus adoptivus">Childebertus adoptivus</a> (657–662 Austrasien), von Sigibert III adoptierter <a href="Pippiniden" title="Pippiniden">Pippinide</a></li>
<li><a href="Childerich_II." title="Childerich II.">Childerich II.</a> (662–675 Austrasien)</li>
<li><a href="Chlodwig_(III.)" title="Chlodwig (III.)">Chlodwig von Austrasien</a> (675/676)</li>
<li><a href="Dagobert_II." title="Dagobert II.">Dagobert II.</a> (676–679 Austrasien)</li></ul>
</td></tr></tbody></table>
<ul><li><a href="Theuderich_III." title="Theuderich III.">Theuderich III.</a> (679–690)</li>
<li><a href="Chlodwig_III." title="Chlodwig III.">Chlodwig III.</a> (690–694)</li>
<li><a href="Childebert_III." title="Childebert III.">Childebert III.</a> (694–711)</li>
<li><a href="Dagobert_III." title="Dagobert III.">Dagobert III.</a> (711–715)</li>
<li><a href="Chilperich_II." title="Chilperich II.">Chilperich II.</a> (715–721)</li>
<li><a href="Theuderich_IV." title="Theuderich IV.">Theuderich IV.</a> (721–737)</li>
<li><a href="Childerich_III." title="Childerich III.">Childerich III.</a> (743–751)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stammliste">Stammliste</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Stammliste_der_Merowinger" title="Stammliste der Merowinger">Stammliste der Merowinger</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Archäologie_und_kulturelle_Zeugnisse"><span id="Arch.C3.A4ologie_und_kulturelle_Zeugnisse"></span>Archäologie und kulturelle Zeugnisse</h2></div>

<p>Neben den schriftlichen Quellen zur Epoche der Merowinger zieht die historische Forschung heute wesentliche Informationen aus <a href="Arch%C3%A4ologie" title="Archäologie">archäologischen</a> Quellen. In erster Linie stehen hierfür Gräber zur Verfügung, deren genaue Dokumentation bei der Ausgrabung die Voraussetzung für eine aussagekräftige Interpretation ist. Denn durch Ausgraben einer <a href="Nekropole" title="Nekropole">Nekropole</a> wird diese unwiederbringlich zerstört, und daher ist es erforderlich, jede Kleinigkeit zu dokumentieren und auf diese Art als Information zu erhalten.
</p><p>In der Archäologie haben sich Methodik und Fragestellung im Laufe der Zeit geändert. Waren frühere Generationen noch besonders interessiert am Fund großer Reichtümer, fragt der heutige Frühgeschichtler vor allem nach den Lebensumständen auch der einfachen Bevölkerung. Zumindest Informationen über wirtschaftliche Kraft und Jenseits-Vorstellungen lassen sich aus dem Inventar und dem Bau (Einbauten wie Grabkammer oder einfache <a href="Baumsarg" title="Baumsarg">Baumsärge</a>, Ausrichtung der Bestattung etc.) eines Grabes mit einiger Sicherheit ableiten.
</p><p>Die alte Vorstellung, dass nach der „zivilisierten“ Epoche der Spätantike eine dunkle und wenig zivilisierte Zeit der Merowinger folgte, muss heute zumindest teilweise revidiert bzw. relativiert werden. Zwar diskutiert die <a href="Fr%C3%BChgeschichte" title="Frühgeschichte">Frühgeschichte</a> ebenso wie die <a href="Alte_Geschichte" title="Alte Geschichte">Alte Geschichte</a> noch immer das Problem von Kontinuität oder Diskontinuität in der Übergangsphase von der Spätantike zum Frühmittelalter, doch kann anhand von Bodenfunden schon heute angenommen werden, dass zumindest die frühen Merowinger einen sehr eigenen ästhetischen Anspruch an ihre Ausstattung hatten und insbesondere römische Formen weiterpflegten. Es gibt gute Gründe, die merowingische Geschichte mindestens bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts noch zur Spätantike zu rechnen, da die Kontinuitäten zur römischen Zeit damals noch dominierten, auch wenn natürlich bereits „mittelalterliche“ Elemente erkennbar sind. Insgesamt lässt sich zwar ein deutliches Absinken des Niveaus der materiellen Kultur sowie ein Niedergang der antiken Bildung zwischen 450 und 700 kaum leugnen. Einige Historiker zählen dennoch die gesamte Zeit bis zur Absetzung des letzten Merowingers <a href="Childerich_III." title="Childerich III.">Childerich III.</a> im Jahr 751 noch zur Spätantike.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine hohe Bedeutung bei der kulturellen Erforschung der merowingischen Epoche hat der umfangreiche ehemalige Fundbestand des <a href="Museum_f%C3%BCr_Vor-_und_Fr%C3%BChgeschichte_(Berlin)" title="Museum für Vor- und Frühgeschichte (Berlin)">Museums für Vor- und Frühgeschichte</a> in Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten die Funde als sogenannte <a href="Beutekunst" title="Beutekunst">Beutekunst</a> in die Sowjetunion und sind heute im Besitz des Moskauer <a href="Puschkin-Museum" title="Puschkin-Museum">Puschkin-Museum</a> bzw. in anderen Museen der <a href="Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten" title="Gemeinschaft Unabhängiger Staaten">GUS</a>. Seit April 2007 ist nach 60 Jahren Verborgenheit dieser umfangreiche Schatz wieder in einer Ausstellung in Moskau der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich.
</p>


<p>Neben einer sehr großen Anzahl unterschiedlichster <a href="Perle" title="Perle">Perlen</a> und unterschiedlicher Trachten wurden auch mit <a href="Almandin" title="Almandin">Almandin</a> verzierte <a href="Scheibenfibel" title="Scheibenfibel">Scheibenfibeln</a> als Gewandnadeln getragen. Neben goldenen Schmuckplättchen trugen die Frauen aus wirtschaftlich potenten Familien zu ihrer Bestattung auch eine Vielzahl von Glasperlen unterschiedlicher Formen und Farben. In die Kleidung oder das Leichentuch kann ein feiner Goldfaden (Goldlahn) eingewebt gewesen sein. Silberner Schmuck wie Ohrringe, aber auch Gürtelschnallen oder die typisch merowingerzeitlichen Beingurte, deren praktischer Charakter im Halten eines den Unterschenkel verdeckenden Tuchs gesehen werden muss, sowie Ringe aus Edelmetall gehörten ebenfalls zur Ausstattung. Dabei finden sich in Gräbern der Oberschicht noch bis nach 600 recht oft auch Münzen und Schmuck aus <a href="Byzantinisches_Reich" title="Byzantinisches Reich">Ostrom</a>, mit dem weiterhin Kontakt bestand: Noch unter Kaiser <a href="Maurikios" title="Maurikios">Maurikios</a> (582–602) wurden oft Gesandtschaften ausgetauscht. Ostrom versuchte wiederholt, die Merowinger zu Angriffen auf die <a href="Langobarden" title="Langobarden">Langobarden</a> zu bewegen, und Kaiser <a href="Herakleios" title="Herakleios">Herakleios</a> schickte um 630 noch Reliquien an <a href="Dagobert_I." title="Dagobert I.">Dagobert&nbsp;I.</a>
</p><p>Sicher kann in der prachtvollen Beisetzung „adliger“, zumindest aber wirtschaftlich besser gestellter Personen, die in Gallien seit ca. 400 üblich wurde, ein Symptom für einen erheblichen Gruppendruck der Gemeinschaft gesehen werden: In das Grab kam nur das, was aufzugeben sich die Familie des Toten leisten konnte, denn es war ja durch die Beisetzung dem Zugriff entzogen. Zugleich war während der Bestattung für alle erkennbar, dass die betreffende Familie reich genug war, auch Kostbarkeiten aufzugeben (<a href="Geltungskonsum" title="Geltungskonsum">Geltungskonsum</a>). Dass dieser Zustand nicht für alle Zeiten anhielt, wird aus der hohen Anzahl von später beraubten Gräbern deutlich, aus denen Mitglieder der Gemeinschaft – in der Regel einige Zeit nach der Beisetzung – die besten Stücke des Inventars stahlen.
</p><p>Seltener beraubt, weil nicht so reich ausgestattet, sind die Gräber der wirtschaftlich weniger gut gestellten Familien oder der romanisierten Bevölkerung, die ein anderes Beigabenmuster haben. Hier wollte man nicht die wertvollen und noch für das Überleben oder den Status wichtigen Gegenstände durch die Bergung in der Erde aufgeben. So wurde in solchen Fällen früher oft zu leichtfertig von „armer“ Bevölkerung gesprochen. Diese Bevölkerungsgruppe ist es auch, die die Chronologie-Systeme von Archäologen ins Wanken bringen kann. Oftmals wurden Gegenstände erst aufgegeben, wenn sie völlig aus der Mode gekommen waren, und ihr Tragen keinen Wert mehr in der Gesellschaft hatte. So verschiebt sich die Beigabe etwa eines Ohrringpaares, das eine relativ begrenzte chronologische Laufzeit haben sollte, manchmal um einige Jahrzehnte und wirft eine – in der Regel generell sehr empfindliche – Feinchronologie fast um. Die Berücksichtigung auch dieser Tatsache macht die Auswertung einer archäologischen Quelle – wie etwa eines merowingerzeitlichen Gräberfelds – so komplex.
</p>

<p>Die Architektur der merowingischen <a href="Vorromanik" title="Vorromanik">Vorromanik</a> ist nur in wenigen Beispielen erhalten, darunter der Kirche Saint-Pierre in <a href="Vienne" title="Vienne">Vienne</a> vom Ende des 5. Jahrhunderts, dem <a href="St-Jean_de_Poitiers_(Baptisterium)" title="St-Jean de Poitiers (Baptisterium)">Baptisterium St-Jean</a> in <a href="Poitiers" title="Poitiers">Poitiers</a> sowie einer Anzahl von Kapellen und Krypten, vor allem in Frankreich. Jedoch haben zahlreiche westeuropäische <a href="Di%C3%B6zese" title="Diözese">Bistümer</a> samt den zugehörigen <a href="Kathedrale" title="Kathedrale">Kathedralen</a> ihren Ursprung in der Merowingerzeit. Auch die bedeutenden <a href="Kloster" title="Kloster">Klostergründungen</a> dieser Epoche sind als Bauwerke zwar nicht mehr erhalten, spielten aber kulturgeschichtlich eine herausragende Rolle, ausgehend von der noch in spätrömischer Zeit im Jahr 361 durch <a href="Martin_von_Tours" title="Martin von Tours">Martin von Tours</a> gegründeten <a href="Abtei_Saint-Martin_de_Ligug%C3%A9" title="Abtei Saint-Martin de Ligugé">Abtei Saint-Martin de Ligugé</a> und dem <a href="Kloster_Marmoutier_(Tours)" title="Kloster Marmoutier (Tours)">Kloster Marmoutier (Tours)</a>. Dem folgten um 400/410 die <a href="Abtei_L%C3%A9rins" title="Abtei Lérins">Abtei Lérins</a> des <a href="Honoratus_von_Arles" title="Honoratus von Arles">Honoratus von Arles</a>, 416 die Abtei <a href="St-Victor_(Marseille)" title="St-Victor (Marseille)">St-Victor (Marseille)</a> des <a href="Johannes_Cassianus" title="Johannes Cassianus">Johannes Cassianus</a> und um 420 die <a href="Abtei_von_Saint-Claude" title="Abtei von Saint-Claude">Abtei von Saint-Claude</a> des <a href="Romanus_von_Condat" title="Romanus von Condat">Romanus von Condat</a>. Im Anschluss an die italienischen Klöster des <a href="Benedikt_von_Nursia" title="Benedikt von Nursia">Benedikt von Nursia</a> gründete um das Jahr 600 der Ire <a href="Columban_von_Luxeuil" title="Columban von Luxeuil">Columban von Luxeuil</a> das Kloster <a href="La_Voivre_(Haute-Sa%C3%B4ne)" title="La Voivre (Haute-Saône)">Annegray</a> und dessen Töchterklöster <a href="Kloster_Luxeuil" title="Kloster Luxeuil">Luxeuil</a> und <a href="Fontaine-l%C3%A8s-Luxeuil" title="Fontaine-lès-Luxeuil">Fontaine-lès-Luxeuil</a> sowie sein Gefährte <a href="Gallus_(Heiliger)" title="Gallus (Heiliger)">Gallus</a> im Jahr 612 das <a href="F%C3%BCrstabtei_St._Gallen" title="Fürstabtei St. Gallen">Kloster Sankt Gallen</a>. Am Übergang zur Karolingerzeit erfolgten die deutschen Klostergründungen des <a href="Bonifatius" title="Bonifatius">Bonifatius</a>, darunter 744 <a href="Kloster_Fulda" title="Kloster Fulda">Fulda</a>. Es sind einige bedeutende Zeugnisse der <a href="Merowingische_Buchmalerei" title="Merowingische Buchmalerei">merowingischen Buchmalerei</a> erhalten. Das Skriptorium von Luxeuil gehörte zu den ältesten und produktivsten, ähnlich wie <a href="Abtei_Chelles" title="Abtei Chelles">Chelles</a>, <a href="Abtei_Corbie" title="Abtei Corbie">Corbie</a> und <a href="Abtei_Saint-Vincent_de_Laon" title="Abtei Saint-Vincent de Laon">Laon</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<p>Für die Frühzeit der Merowinger sind neben der Hauptquelle <a href="Gregor_von_Tours" title="Gregor von Tours">Gregor von Tours</a> die Historiker <a href="Prokopios_von_Caesarea" title="Prokopios von Caesarea">Prokopios von Caesarea</a> und <a href="Agathias" title="Agathias">Agathias</a> (alle drei aus dem 6. Jahrhundert) von Bedeutung. Für die spätere Zeit sind vor allem drei Quellen zu nennen: Die Chronik des <a href="Fredegar" title="Fredegar">Fredegar</a> und seines Fortsetzers (eine sehr problematische Quelle), der <a href="Liber_Historiae_Francorum" title="Liber Historiae Francorum">Liber Historiae Francorum</a> und die erst in karolingischer Zeit entstandenen <a href="Metzer_Annalen" title="Metzer Annalen">Metzer Annalen</a>. Hinzu kommen unter anderem erhaltene Briefe, Gedichte (wie die des <a href="Venantius_Fortunatus" title="Venantius Fortunatus">Venantius Fortunatus</a>), Gesetzestexte, hagiographische Quellen und Viten, Synodenbeschlüsse<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und archäologische Zeugnisse. Übersetzungen von Auszügen der wichtigsten Quellen enthalten:
</p>
<ul><li><a href="Reinhold_Kaiser" title="Reinhold Kaiser">Reinhold Kaiser</a>, <a href="Sebastian_Scholz" title="Sebastian Scholz">Sebastian Scholz</a>: <i>Quellen zur Geschichte der Franken und der Merowinger. Vom 3. Jahrhundert bis 751.</i> Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 3-17-022008-X.</li>
<li>Alexander Callander Murray (Hrsg.): <i>From Roman to Merovingian Gaul: A Reader.</i> Broadview Press, Peterborough (Ontario) 2000.</li>
<li>Paul Fouracre, Richard A. Gerberding (Hrsg.): <i>Late Merovingian France: history and hagiography, 640-720.</i> Manchester University Press, Manchester 1996.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Matthias_Becher" title="Matthias Becher">Matthias Becher</a>: <i>Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt.</i> Beck, München 2011.</li>
<li>Matthias Becher: <i>Merowinger und Karolinger.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-15209-4 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-4-242">Rezension</a>).</li>
<li><a href="Waltraut_Bleiber" title="Waltraut Bleiber">Waltraut Bleiber</a>: <i>Das Frankenreich der Merowinger.</i> Böhlau, Wien 1988, ISBN 3-205-05103-3.</li>
<li>Bruno Dumézil: <i>L’empire mérovingien. Ve–VIIIe siècle.</i> Passés-composés, Paris 2023, ISBN 978-2-37933-271-5.</li>
<li>Horst Ebling: <i>Prosopographie der Amtsträger des Merowingerreiches. Von Chlothar II. (613) bis Karl Martell (741)</i> (= <i>Beihefte der <a href="Francia_(Zeitschrift)" title="Francia (Zeitschrift)">Francia</a>.</i> Bd. 2). Fink, München 1974, ISBN 3-7705-1203-0 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.perspectivia.net/content/publikationen/bdf/ebling_prosopographie">online</a>).</li>
<li>Bonnie Effros, Isabel Moreira (Hrsg.): <i>The Oxford Handbook of the Merovingian World.</i> Oxford University Press, Oxford u.&nbsp;a. 2020 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.plekos.uni-muenchen.de/2023/r-effros_moreira.pdf">Fachbesprechung</a> bei Plekos).</li>
<li><a href="Stefan_Esders_(Historiker)" title="Stefan Esders (Historiker)">Stefan Esders</a> u.&nbsp;a. (Hrsg.): <i>The Merovingian Kingdoms and the Mediterranean World. Revisiting the Sources.</i> Bloomsbury Academic, London u.&nbsp;a. 2019.</li>
<li>Stefan Esders u.&nbsp;a. (Hrsg.): <i>East and West in the Early Middle Ages. The Merovingian Kingdoms in Mediterranean Perspective.</i> Cambridge University Press, Cambridge 2019.</li>
<li><a href="Eugen_Ewig" title="Eugen Ewig">Eugen Ewig</a>: <i>Die Merowinger und das Frankenreich.</i> 5. aktualisierte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-019473-9 (älteres Standardwerk; <a rel="nofollow" class="external text" href="https://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016293,00246.html">fachwissenschaftliche Rezension, zusammen mit Bleibers und Gearys Darstellungen</a>).</li>
<li><a href="Patrick_J._Geary" title="Patrick J. Geary">Patrick J. Geary</a>: <i>Before France and Germany. The creation and transformation of the Merovingian world.</i> Oxford University Press. New York u.&nbsp;a. 1988, ISBN 0-19-504457-6; dt. Ausgabe: <i>Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen.</i> Aus dem Englischen von Ursula Scholz. 3. Auflage. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-56558-8.</li>
<li><a href="Heike_Grahn-Hoek" title="Heike Grahn-Hoek">Heike Grahn-Hoek</a>: <i>Die fränkische Oberschicht im 6. Jahrhundert.</i> Thorbecke, Sigmaringen 1976, ISBN 3-7995-6681-3.</li>
<li><a href="Martina_Hartmann" title="Martina Hartmann">Martina Hartmann</a>: <i>Die Merowinger.</i> 2. Auflage. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-76918-4 (knappe Einführung).</li>
<li>Martina Hartmann: <i>Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-15829-6.</li>
<li><a href="Reinhold_Kaiser" title="Reinhold Kaiser">Reinhold Kaiser</a>: <i>Das römische Erbe und das Merowingerreich.</i> (= <i><a href="Enzyklop%C3%A4die_deutscher_Geschichte" title="Enzyklopädie deutscher Geschichte">Enzyklopädie deutscher Geschichte</a>.</i> Bd. 26). 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-56722-5.</li>
<li><a href="Theo_K%C3%B6lzer" title="Theo Kölzer">Theo Kölzer</a>: <cite style="font-style:italic">Merowinger</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>17</span>. Duncker &amp; Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>167–173</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd11858118X.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Merowinger&amp;rft.atitle=Merowinger&amp;rft.au=Theo+K%C3%B6lzer&amp;rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&amp;rft.date=1994&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3428001982&amp;rft.pages=167-173&amp;rft.place=Berlin&amp;rft.pub=Duncker+%26+Humblot&amp;rft.volume=17" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Annethe Lohaus: <i>Die Merowinger und England</i> (= <i>Münchener Beiträge zur Mediävistik und Renaissance-Forschung.</i> Bd. 19). Arbeo-Gesellschaft, München 1974, <span class="falsche-isbn">ISBN 3-920128-20-5</span> (zugleich: Freiburg (Breisgau), Universität, Dissertation, 1972).</li>
<li><a href="Mischa_Meier" title="Mischa Meier">Mischa Meier</a>, <a href="Steffen_Patzold" title="Steffen Patzold">Steffen Patzold</a> (Hrsg.): <i>Chlodwigs Welt. Organisation von Herrschaft um 500.</i> Steiner, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-515-10853-9.</li>
<li>Alexander Callander Murray: <i>The Merovingians. Kingship, Institutions, Law, and History.</i> Routledge, Abingdon/New York 2022.</li>
<li>James T. Palmer: <i>Merovingian Worlds.</i> Cambridge University Press, Cambridge 2024.</li>
<li><a href="Sebastian_Scholz" title="Sebastian Scholz">Sebastian Scholz</a>: <i>Die Merowinger.</i> Kohlhammer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-17-022507-7 (aktuelles Überblickswerk; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://sehepunkte.de/2016/04/27792.html">Besprechung</a> bei <a href="Sehepunkte" title="Sehepunkte">sehepunkte</a>).</li>
<li>John Michael Wallace-Hadrill: <i>The Long-Haired Kings.</i> Methuen, London 1962.</li>
<li>Margarete Weidemann: <i>Kulturgeschichte der Merowingerzeit nach den Werken Gregors von Tours.</i> Habelt, Bonn 1982, ISBN 3-88467-003-4.</li>
<li><a href="Alfried_Wieczorek" title="Alfried Wieczorek">Alfried Wieczorek</a>, P. Périn, Karin von Welck, W. Menghin (Hrsg.): <i>Die Franken. Wegbereiter Europas. 5. bis 8. Jahrhundert.</i> 2 Bände. von Zabern, Mainz 1996 (1997), ISBN 978-3-8053-1813-6.</li>
<li><a href="Ian_N._Wood" title="Ian N. Wood">Ian N. Wood</a>: <i>The Merovingian Kingdoms, 450–751.</i> Longman, London 1994 (ND 2000), ISBN 0-582-49372-2 (wichtige Gesamtdarstellung, in der aber teilweise von der Mehrheitsmeinung abweichende Forschungspositionen bezogen werden).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:People_of_the_Merovingian_period?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Merowinger</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Merowinger" class="extiw external" title="wikt:Merowinger">Wiktionary: Merowinger</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=11858118X">Literatur von und über Merowinger</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur fränkischen Frühgeschichte siehe den Überblick bei <a href="Ulrich_Nonn" title="Ulrich Nonn">Ulrich Nonn</a>: <i>Die Franken.</i> Stuttgart 2010; vgl. auch <a href="Erich_Z%C3%B6llner" title="Erich Zöllner">Erich Zöllner</a>: <i>Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts.</i> München 1970 und die diversen Beiträge im Katalog <i>Die Franken. Wegbereiter Europas. 5. bis 8. Jahrhundert.</i> 2 Bände. Mainz 1996 (Neuauflage 1997).</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Allgemeine historische Überblicke zu den Franken/Merowingern etwa bei: <a href="Eugen_Ewig" title="Eugen Ewig">Eugen Ewig</a>: <i>Die Merowinger und das Frankenreich</i>. 5., aktualisierte Auflage, Stuttgart 2006, S. 12 ff.; <a href="Sebastian_Scholz" title="Sebastian Scholz">Sebastian Scholz</a>: <i>Die Merowinger.</i> Stuttgart 2015, S. 30 ff.; <a href="Ian_N._Wood" title="Ian N. Wood">Ian N. Wood</a>: <i>The Merovingian Kingdoms, 450–751</i>. London 1994, S. 33 ff.; Erich Zöllner: <i>Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts</i>. München 1970, speziell S. 37 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Mischa_Meier" title="Mischa Meier">Mischa Meier</a>: <i>Geschichte der Völkerwanderung. Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert.</i> München 2019, S. 600.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Zum historischen Kontext siehe <a href="Henning_B%C3%B6rm" title="Henning Börm">Henning Börm</a>: <i>Westrom. Von Honorius bis Justinian</i>. 2. Auflage, Stuttgart 2018.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Guy Halsall: <i>Barbarian Migrations and the Roman West, 376-568</i>. Cambridge 2007, S. 303 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Matthias_Becher" title="Matthias Becher">Matthias Becher</a>: <i>Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt</i>. München 2011; Mischa Meier, <a href="Steffen_Patzold" title="Steffen Patzold">Steffen Patzold</a> (Hrsg.): <i>Chlodwigs Welt. Organisation von Herrschaft um 500.</i> Stuttgart 2014.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur Geschichte im 6. Jahrhundert siehe Eugen Ewig: <i>Die fränkischen Teilungen und Teilreiche (511–613).</i> Wiesbaden 1952, S. 651–715.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Jörg Drauschke: <i>Diplomatie und Wahrnehmung im 6. und 7. Jahrhundert: Konstantinopel und die merowingischen Könige.</i> In: M. Altripp (Hrsg.): <i>Byzanz in Europa. Europas östliches Erbe. Kolloquium Greifswald 2007.</i> Turnhout 2011, S. 244–275.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Andrew Gillett: <i>Telling Off Justinian: Theudebert I, the Epistolae Austrasicae, and Communication Strategies in Sixth-Century Merovingian–Byzantine Relations.</i> In: <i><a href="Early_Medieval_Europe" title="Early Medieval Europe">Early Medieval Europe</a>.</i> Band 27, 2019, S. 161–194.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans-Werner Goetz: <i>Byzanz in der Wahrnehmung fränkischer Geschichtsschreiber des 6. und 7. Jahrhunderts.</i> In: Carola Föller, Fabian Schulz (Hrsg.): <i>Osten und Westen. Kommunikation, Kooperation und Konflikt.</i> Stuttgart 2015, S. 77–98.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Eugen Ewig: <i>Die fränkischen Teilungen und Teilreiche (511–613).</i> Wiesbaden 1952, S. 651–715, hier S. 692 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Hans-Werner_Goetz" title="Hans-Werner Goetz">Hans-Werner Goetz</a>: <i>Der fränkische maior domus in der Sicht erzählender Quellen.</i> In: Sabine Happ, <a href="Ulrich_Nonn" title="Ulrich Nonn">Ulrich Nonn</a> (Hrsg.): <i>Vielfalt der Geschichte. Lernen, Lehren und Erforschen vergangener Zeiten. Festgabe für Ingrid Heidrich zum 65. Geburtstag.</i> Berlin 2004, S. 11–24.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Für die Geschichte des 7. Jahrhunderts siehe Eugen Ewig: <i>Die fränkischen Teilreiche im 7. Jahrhundert (613–714).</i> In: <i>Trierer Zeitschrift.</i> Band 22, 1953, S. 85–144 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/tz/article/view/56033">hier online</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. auch Wolfram Drews: <i>Die Karolinger und die Abbasiden von Bagdad. Legitimationsstrategien frühmittelalterlicher Herrscherdynastien im transkulturellen Vergleich.</i> Berlin 2009, S. 38 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Daran hält unter anderem Kölzer fest, vgl. Theo Kölzer: <i>Die letzten Merowingerkönige: Rois fainéants?</i> In: Matthias Becher, Jörg Jarnut (Hrsg.): <i>Der Dynastiewechsel von 751. Vorgeschichte, Legitimationsstrategien und Erinnerung.</i> Münster 2004, S. 33–60.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Josef_Semmler" title="Josef Semmler">Josef Semmler</a>: <i>Spätmerowingische Herrscher. Theuderich III. und Dagobert II.</i> In: <i><a href="Deutsches_Archiv_f%C3%BCr_Erforschung_des_Mittelalters" title="Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters">Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters</a>.</i> Band 55, 1999, S. 1–28.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Andreas Fischer: <i>Karl Martell. Der Beginn karolingischer Herrschaft.</i> Stuttgart 2012.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">„Diese Darstellung unterlag somit einer anachronistischen Konstruktion und diente der nachträglichen Legitimation des Unlegitimierbaren“, so <a href="Johannes_Fried" title="Johannes Fried">Johannes Fried</a>: <i>Das Mittelalter.</i> München 2008, S. 53.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Jussen: <i>Die Franken.</i> München 2014, S. 52–56.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Sebastian Scholz: <i>Die Merowinger.</i> Stuttgart 2015, S. 259f.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Eugen Ewig: <i>Das Fortleben römischer Institutionen in Gallien und Germanien.</i> In: <i>Comitato Internationale di Scienze Storiche.</i> Relazioni VI. Florenz 1955, S. 561–598.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Reinhold Kaiser: <i>Das römische Erbe und das Merowingerreich.</i> 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. München 2004, S. 117.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Karl Friedrich Stroheker: <i>Der senatorische Adel im spätantiken Gallien.</i> Tübingen 1948, S. 106 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Reinhold Kaiser: <i>Das römische Erbe und das Merowingerreich.</i> 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. München 2004, S. 119.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Reinhold Kaiser: <i>Das römische Erbe und das Merowingerreich.</i> 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. München 2004, S. 131 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Eugen Ewig: <i>Die Merowinger und das Frankenreich.</i> 5., aktualisierte Auflage, Stuttgart 2006, S. 229 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. zusammenfassend Martina Hartmann: <i>Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger.</i> Darmstadt 2003, S. 102–105.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Sebastian Scholz: <i>Die Merowinger.</i> Stuttgart 2015, S. 73f.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Z. B. Reinhold Kaiser: <i>Das römische Erbe und das Merowingerreich.</i> 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. München 2004, S. 79.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Georg Scheibelreiter: <i>Die barbarische Gesellschaft. Mentalitätsgeschichte der europäischen Achsenzeit 5.–8. Jahrhundert.</i> Darmstadt 1999, S. 243.</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Jennifer Vanessa Dobschenzki: <i>Von Opfern und Tätern. Gewalt im Spiegel der merowingischen Hagiographie des 7. Jahrhunderts.</i> Stuttgart 2015, S. 184 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Mischa Meier: <i>Geschichte der Völkerwanderung. Europa, Asien und Afrika vom 3. bis zum 8. Jahrhundert.</i> München 2019, S. 599f.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Jonas von Bobbio: <i>Vita Columbani</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl Hauck: <i>Lebensnormen und Kultmythen in germanischen Stammes- und Herrschergenealogien.</i> In: <i>Saeculum</i> 6 (1955), S. 186–223.</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Callander Murray: <i>Post vocantur Merohingii: Fredegar, Merovech, and ‚Sacral Kingship’.</i> In: Alexander Callander Murray (Hrsg.): <i>After Rome’s Fall. Narrators and Sources of Early Medieval History.</i> Toronto 1998, S. 121–152.</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefanie Dick: <i>Der Mythos vom „germanischen“ Königtum. Studien zur Herrschaftsorganisation bei den germanischen Barbaren bis zum Beginn der Völkerwanderungszeit</i> (= Ergänzungsbände zum <a href="Reallexikon_der_Germanischen_Altertumskunde" title="Reallexikon der Germanischen Altertumskunde">Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</a> 60). Berlin 2008.</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Fredegar-Chronik 3.9, hrsg. von Bruno Krusch, <i><a href="Monumenta_Germaniae_Historica" title="Monumenta Germaniae Historica">Monumenta Germaniae Historica</a>. Scriptores rerum Merovingicarum.</i> Bd. 2, S. 95.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl Hauck: <i>Lebensnormen und Kultmythen in germanischen Stammes- und Herrschergenealogien.</i> In: <i>Saeculum</i> 6 (1955), S. 197 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl Hauck: <i>Lebensnormen und Kultmythen in germanischen Stammes- und Herrschergenealogien.</i> In: <i>Saeculum</i> 6 (1955), S. 197–204.</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Erich Zöllner: <i>Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts</i>. München 1970, S. 29, Anm. 2; Reinhard Wenskus: <i>Chlodio.</i> In: <i><a href="Reallexikon_der_Germanischen_Altertumskunde" title="Reallexikon der Germanischen Altertumskunde">Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</a></i> Bd. 4 (1981), S. 477; Eugen Ewig: <i>Trojamythos und fränkische Frühgeschichte.</i> In: <a href="Dieter_Geuenich" title="Dieter Geuenich">Dieter Geuenich</a> (Hrsg.): <i>Die Franken und die Alemannen bis zur „Schlacht bei Zülpich“ (496/97).</i> Berlin 1998, S. 14.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Callander Murray: <i>Post vocantur Merohingii: Fredegar, Merovech, and ‚Sacral Kingship’.</i> In: Alexander Callander Murray (Hrsg.): <i>After Rome’s Fall. Narrators and Sources of Early Medieval History.</i> Toronto 1998, S. 124–127.</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Callander Murray: <i>Post vocantur Merohingii: Fredegar, Merovech, and ‚Sacral Kingship’.</i> In: Alexander Callander Murray (Hrsg.): <i>After Rome’s Fall. Narrators and Sources of Early Medieval History.</i> Toronto 1998, S. 137–147.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ian_N._Wood" title="Ian N. Wood">Ian N. Wood</a>, Heinrich Tiefenbach: <i>Merowech.</i> In: <i><a href="Reallexikon_der_Germanischen_Altertumskunde" title="Reallexikon der Germanischen Altertumskunde">Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</a></i> Bd. 19 (2001) S. 575.</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">Guy Halsall: <i>Barbarian Migrations and the Roman West</i>. Cambridge 2007, S. 88 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Reinhold_Kaiser" title="Reinhold Kaiser">Reinhold Kaiser</a>: <i>Das römische Erbe und das Merowingerreich.</i> <a href="Enzyklop%C3%A4die_deutscher_Geschichte" title="Enzyklopädie deutscher Geschichte">Enzyklopädie deutscher Geschichte</a>, Bd. 26. 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, München 2004, ISBN 3-486-56722-5, S. 111.</span>
</li>
<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. etwa Maximilian Diesenberger: <i>Hair, Sacrality and Symbolic Capital in the Frankish Kingdoms.</i> In: Helmut Reimitz u.&nbsp;a. (Hrsg.): <i>The Construction of Communities in the Early Middle Ages.</i> Leiden 2003, S. 173–212.</span>
</li>
<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">Einhard, <i><a href="Vita_Karoli_Magni" title="Vita Karoli Magni">Vita Karoli Magni</a></i> 1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dmgh.de/de/fs1/object/goToPage/bsb00000728.html?pageNo=3">Digitalisat</a> der kritischen Edition in den <a href="Monumenta_Germaniae_Historica" title="Monumenta Germaniae Historica">MGH</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Callander Murray: <i>Post vocantur Merohingii: Fredegar, Merovech, and ‚Sacral Kingship’.</i> In: Alexander Callander Murray (Hrsg.): <i>After Rome’s Fall. Narrators and Sources of Early Medieval History.</i> Toronto 1998, S. 129–132.</span>
</li>
<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Ammianus Marcellinus, 16,10.</span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">Cassiodor, <i>Variae</i> 4 und 15.</span>
</li>
<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Julius von Pflugk-Harttung: <i>Zur Thronfolge in den germanischen Stammesstaaten.</i> In: <i><a href="Zeitschrift_der_Savigny-Stiftung_f%C3%BCr_Rechtsgeschichte" title="Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte">Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte</a>.</i> Germanistische Abteilung. Band 11, 1890, S. 177–205, hier S. 185 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k635427/f5.image.r=zur+thronfolge+der+germanischen.langEN">Digitalisat</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Die zunehmende Skepsis gegenüber der Annahme sakraler Ursprünge des merowingischen Königtums teilt beispielsweise auch <a href="Stefan_Esders_(Historiker)" title="Stefan Esders (Historiker)">Stefan Esders</a>: <i>Merowinger.</i> In: <i><a href="Der_Neue_Pauly" title="Der Neue Pauly">Der Neue Pauly</a></i> Bd. 8 (2000), Sp. 10.</span>
</li>
<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. etwa Patrick J. Geary: <i>Die Merowinger.</i> München 2004, S. 225–230.</span>
</li>
<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text">Sebastian Scholz (Hrsg.): <i>Ausgewählte Synoden Galliens und des merowingischen Frankenreichs.</i> Darmstadt 2022.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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Normdaten&nbsp;(Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/11858118X">11858118X</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85083872">sh85083872</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlsh/00567611">00567611</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/74645267/">74645267</a></span> | </div>
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